der perfekte start in die selbstständigkeit die freiberuflerin

So gelingt der perfekte Start in die Selbstständigkeit ohne Risiko

Wie sieht der ideale Start in die Selbstständigkeit aus und gibt es ihn überhaupt? Klare Antwort: Ja, den perfekten Start in die Selbstständigkeit gibt es! Reden wir nicht um den heißen Brei herum: Das Thema Finanzen ist die Basis – ohne sie fällt und steht alles. Bist du bereits nach kurzer Zeit pleite, platzt vermutlich der Traum deiner Selbstständigkeit. Damit es nicht so weit kommen muss, gebe ich dir hier ein paar Tipps und persönliche Erfahrungen an die Hand!


Mit diesen Schritten schaffst du den Sprung, um den perfekten Start in die Selbstständigkeit zu schaffen

Wenn du eine Frau bist, die mit beiden Pumps fest im Leben steht, wirst du vermutlich die gleichen Grundsätze haben wie ich:

  • du möchtest finanziell nicht von deinem Partner abhängig sein
  • du hast keine 5.000 Euro von einer verstorbenen Tante geerbt
  • du möchtest keinen Kredit aufnehmen, um „mit einem Polster“ (welches dir ja auch gar nicht gehört^^) in deinen Traum starten

Generell gilt: sei realistisch und denke minimalistisch! Du brauchst für dein Business nicht direkt zu Beginn das perfekt eingerichtete Büro. Wenn du dich mit Kunden treffen musst, dann verabrede dich mit diesem in einem Café und nimm den Laptop mit. Oder biete direkt an, dass du den Kunden in seiner Firma aufsuchst (macht zudem einen guten Eindruck und vermittelt deine Einsatzbereitschaft). Überlege dir realistisch, was du wirklich brauchst und gehe vom absoluten Minimum aus. Du hast noch keinen Schreibtisch? Dann tut es am Anfang auch der Küchentisch, bis dein Business wirklich läuft und du schwarze Zahlen schreibst!

Was die Freiberuflerin von heute möchte ist die Unabhängigkeit – in jeder Hinsicht.


Was brauchst du und was hast du?

Glaube mir, es ist gar nicht so viel nötig um dein eigenes Business aufzubauen. Jede Frau, die sich selbstständig machen möchte, hat bereits eine Idee, was genau sie tun möchte. Designerin? Beraterin? Total egal welchen Weg du für dich siehst: Du weißt, welche Utensilien du für den Start benötigst. Und genau hierin liegt deine Aufgabe. Erstelle eine Liste dieser Dinge und mache dir Gedanken, ob du damit bereits Vollzeit als Freiberuflerin arbeiten könntest. Denke an alles, vom Computer über den Drucker bis hin zu Visitenkarten oder einer Homepage. Du kennst deinen Beruf und weißt was du brauchst – sonst niemand. In der Regel entsteht die Idee der Selbstständigkeit aus einem Hobby heraus. Daher sind meist die wichtigsten Utensilien oder Arbeitsgeräte vorhanden. Fehlt dir was, weißt du nun, was du in der nächsten Zeit besorgen musst.


Starte nebenberuflich – auch wenn es hart ist

Steht die Basis, dann starte neben deinem Job, den du bereits als Angestellte hast, mit deiner Selbstständigkeit. Denk daran, dass du nebenberufliche Tätigkeiten von deinem Arbeitgeber absegnen lassen musst!

Kümmere dich direkt zu Beginn auch um die Gewerbeanmeldung! Sieh die Zeit, die du neben deinem Fulltime-Job aufwendest als Investition in deine Zukunft. Ich spreche aus Erfahrung, dass diese Zeit verdammt hart sein kann, aber im Nachgang ist es jede Sekunde (und die vielen Stunden nach Mitternacht oder am Wochenende) wert gewesen!


Nebenberuflich selbstständig – und jetzt?

Jetzt lasse die Spiele beginnen. Mach Werbung im Bekannten- und Freundeskreis, erstelle dir ein Profil bei z.B. Xing, Facebook, Twitter – du kennst deine Branche, du wirst wissen, wo du gesehen wirst – und wo nicht. Teure Werbung am Anfang ist Blödsinn, die genannten Accounts sind meist ausreichend, um erste Kunden zu gewinnen – ein bisschen Aktivität von deiner Seite aus vorausgesetzt! Unterschätze es nicht, aber die Zeit der ersten Aufträge neben deiner Vollzeit-Stelle kostet Kraft und Nerven. Das Wochenende geht vermutlich für deine nebenberufliche Selbstständigkeit drauf. Aber du weißt auch, wofür du es tust!


Sei realistisch, tapfer und sparsam

Fange bereits am ersten Tag deiner nebenberuflichen Selbstständigkeit an, dir jeden Cent, den du abknapsen kannst, auf ein extra Konto zu legen. Gleiches gilt für deine Einnahmen, die du über dein neues Business generierst! Rechne dir aus, wie viel Geld du im Monat einnehmen musst, um über die Runden zu kommen. Und dann versuche dir das Geld anzusparen für den Zeitraum, der dir sinnvoll erscheint. Möchtest du „im Notfall“ die ersten 3 Monate von deiner Reserve leben können, falls du tatsächlich 0 Euro Einnahmen generierst oder sind dir 6 Monate lieber? Diesen Zeitraum kannst nur du festlegen.

Ich persönlich hatte ein Polster für exakt 2 Monate. Riskant? Vielleicht, aber mein Business lief so gut und Folgeaufträge waren bereits schriftlich festgehalten, so dass ich wusste, dass ich in den ersten 2 Monaten weitaus mehr als 0 Euro durch mein Business verdienen würde. Wann auch immer du den richtigen Zeitpunkt festgelegt hast, bedenke: Besonders zum Jahresanfang sind oft hohe Rechnungen zu begleichen. Autoversicherung, Strom, Autosteuer, Einkommens-, Gewerbesteuer (je nach Business und Höhe des entsprechenden Freibetrages). Kalkuliere diesen Zeitraum und diese Kosten unbedingt mit ein. Auch das Gespräch mit einem Steuerberater sollte zu einer der ersten Aufgaben deiner nebenberuflichen Selbstständigkeit gehören! Ein wichtiger Posten, der dich aber im Nachgang vor bösen (unerwarteten) Zahlungen schützt!

Das Krönchen soll schließlich nicht schon nach den ersten paar Wochen vom Kopf rutschen, wenn du als Freiberuflerin den finanziellen Abgrund unerwartet vor dir siehst!


Und dann gib Gas!

Du hast Blut geleckt, dein Business ist gut angelaufen und du bist der Meinung, dass du es schaffen kannst? Wenn du alle drei Punkte mit einem klaren JA beantworten kannst, dann gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Stelle deinen Fulltime-Job auf eine Teilzeitstelle um (für die absoluten Sicherheitsfanatiker eine gute Wahl!)
  • Kündige, wenn du dir zu 1000% sicher bist, dass es nun soweit ist, den Sprung in die Selbstständigkeit zu wagen und du die Laufschuhe für den ersten, richtigen Run deines Lebens geschnürt hast!

Wie sieht es bei dir aus? Hast du den gleichen Weg genommen wie ich oder bist du noch auf dem Sprung und suchst nach den richtigen Laufschuhen?


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7 Comments

  • Lila 1. Oktober 2017 at 14:34

    In wie fern muss man nebenberufliche Tätigkeiten beim Arbeitgeber und Finanzamt absegnen?
    Ich kanns verstehen, wenn man einige hundert Euro verdient oder mehr als fünfzehn Stunden nebenbei schuftet, aber in wie fern ist das „meldepflichtig“, wenn man Einnahmen durch Websites, Nachhilfe oder kleinere Projekte hat? Ich befinde mich nach wie vor in einem nicht nennenswerten Betrag, der noch nicht einmal das Wort „Taschengeld“ verdient. je nachdem wie anspruchsvoll der Job wird und wie das mit den Hobbies weiterläuft, denk ich über ne Gewerbeanmeldung und Invesitionen nach, die dazu führen könnten, dass sich vielleicht wirklich etwas tut. Fakt ist einfach, dass man es ab nem gewissen Grad Professionalität nicht mehr unter’n Teppich kehren kann, auch wenn da so wenig bei herumspringt, dass man bestenfalls einen Einkauf oder Materialkosten bezahlen kann. Aber ich will mir nicht ins Bein schießen. Denn wenn mir die Sache einfach aus gesetzlicher und bürokratischer Sicht zu bescheuert und kompliziert wird, lass ich es lieber sein.

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    • DieFreiberuflerin 2. Oktober 2017 at 8:37

      Naja, solange man sich in einem Bereich selbstständig macht, geht dafür ja die eigene Freizeit drauf. Dies muss der eigene Arbeitgeber genehmigen! Daher muss er vor der Aufnahme gefragt werden und sollte dies auch schriftlich bestätigen. Ich hatte selbst kein Problem damals, eine Freundin von mir hat einen Nebenjob vom AG verboten bekommen… Da ist wohl auch immer ein bissl die Nettigkeit und Kulanz das Entscheidende – und die Art von Nebenjob (Konkurrenz^^).

      Das Finanzamt bekommt ja, je nach Verdienst, Steuern von dir, daher muss eine Tätigkeit gemeldet werden. In Bezug auf das Bloggen ist es ja eine gewerbliche Tätigkeit – und die muss mit einem Gewerbeschein angemeldet werden! Allein schon die Absicht, Geld verdienen zu wollen, reicht aus, um eine Anmeldung vornehmen zu müssen.

      Aber im Prinzip finde ich es gar nicht kompliziert. Ein Beratungstermin, wie Tabea es auch angesprochen hat, ist eine gute Idee!

      Reply
  • Tabea 1. Oktober 2017 at 20:32

    Hach – mal wieder ein toller Post!
    Und das sage ich, obwohl ich keinesfalls selbstständig werden will, weil ich Angst vor finanziellen Engpässen habe. Irgendwie ist mir alles zu unsicher – ich verlasse mich lieber auf einen Arbeitgeber und führe meinen Blog nur als Hobby und vielleicht (hoffentlich) irgendwann nebenberuflich.

    Die Voraussetzungen wären bei mir aber genau so wie von dir beschrieben: will Unabhängigkeit, hat nicht geerbt und Angst vor Krediten 😀

    Ich finde es daher super, dass du darauf hinweist, dass man nicht alles sofort braucht. So handhabe ich das ja auch in meiner Wohnung seit dem Einzug vor einem Jahr. Es ist immer noch nicht alles gekauft 😉
    Den Tipp, zum Kunden zu fahren, finde ich aber gut. Auf die Idee wäre ich gar nicht gekommen, aber du hast Recht, dass das Engagement zeigt.

    Zum Thema Gewerbe habe ich Mittwoch einen Beratungstermin beim Finanzamt, damit ich mit dem Blog überhaupt etwas Geld verdienen dürfte. Aber ich will mich vorher über die KOnsequenzen der Anmeldung informiert sein.

    Durchhaltevermögen ist sicher ohne Ende nötig… und ich glaube, ich würde das nicht packen mit Vollzeitjob, Pony und dem Aufbau einer Selbstständigkeit. Von daher: Glückwunsch, dass du es gepackt hast!

    Liebe Grüße

    P.S.: Warum gibt es hier keine Share-Buttons?

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    • DieFreiberuflerin 2. Oktober 2017 at 8:39

      Lieben Dank dir für das Kompliment 🙂

      Das mit dem Beratungstermin finde ich klasse! Bin mal gespannt, wie dann dein Weg weitergeht 🙂

      P.S. Sharebuttons? Ähm ja, das ist eine gute Frage :/ Kümmere ich mich mal drum, danke für den Anstoß 🙂

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  • Monatsrückblick September und Oktober - Habutschu! 31. Oktober 2017 at 6:59

    […] Wie man sich selbstständig […]

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  • Kathleen 9. November 2017 at 8:53

    Was für gute Tipps. Das kann man wirklich gebrauchen, denn so ein Start ist in der Tat nicht gerade einfach. Vor allem muss man auch den nötigen Mut dafür aufbringen. 🙂

    Liebe Grüße
    Kathleen
    http://www.kathleensdream.de

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    • DieFreiberuflerin 9. November 2017 at 8:55

      Lieben Dank dir Kathleen! Das stimmt schon, der Start ist nie einfach, wenn man nicht den Mut aufbringt, es einfach zu versuchen. Aber wer kein Risiko eingehen möchte, wird sich vielleicht immer fragen: Was wäre gewesen, wenn…. Und oft lohnt es sich, einfach mal mutig zu sein 😉 Vor allem, wenn die Vorbereitung stimmt! LG an dich!

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